Wie lange liegt eigentlich euer letzter Städtetrip zurück? Und könnt ihr euch noch an die langweiligen Fakten der dazugehörigen Stadtführung erinnern? Bestimmt wird es der Mehrheit von euch so gehen, dass Letzteres kaum der Fall ist. Damit ihr beim Ablaufen der Routen in Eosis: Raiders of Dawn mehr Spaß habt, haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht und erweitern euer Spielerlebnis mit Augmented Reality.

Wenn ihr gemeinsam mit Eosis eure Umgebung erkundet, werdet ihr immer wieder neue Freunde oder auch Feinde treffen, die so genannten Illusionen. Diese Geschöpfe werden euch im Augmented Reality-Modus unserer App begegnen. Was genau hinter dieser Technik steckt, erzählt uns heute Chris, einer der Hauptverantwortlichen für die technische Umsetzung von Eosis.

 

Und dann kam Chris

Es ist noch gar nicht so lange her, da suchte ein junger Games Engineering-Informatikstudent der TU München nach einem Thema für seine Bachelorarbeit. Und wie das Schicksal es so wollte, wurde er im Bereich Augmented Reality fündig. So kam Chris damals zu White Pony und ist seitdem aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Ob C#, C/C++, Java oder PHP, es gibt eigentlich fast nichts, was Chris nicht kann.

Unser Programmierer Chris bei der Arbeit am Code für unser Augmented Reality-Game Eosis: Raiders of Dawn

So kennen wir unseren Chris: meistens vertieft in den Code von Eosis, damit in der App später auch alles rund läuft

Als Programmier-Gott in Ausbildung kümmert sich Chris mittlerweile um fast alles, was mit der Entwicklung von Eosis zu tun hat. Sein Spezialgebiet ist dabei der Teilbereich Augmented Reality, für deren Implementierung und reibungslosen Ablauf er zuständig ist.

 

Im Augmented Reality-Game verwischen die Grenzen

Aber wie genau sieht der Augmented Reality-Modus in Eosis denn nun aus? Stellt euch einfach vor, wie ihr mit eurem Smartphone und unserer App in der Hand an einem schönen Tag durch eure Stadt spaziert. Ihr kommt am Rathaus vorbei - und plötzlich werdet ihr von einer feindlichen Illusion angegriffen!

Um den Kampf zu bestehen, müsst ihr aber erst einmal den Angreifer finden. Dazu scannt ihr mit der Kamera eures Smartphones die Umgebung. Die virtuellen Illusionen der App könnt ihr also direkt in der realen Welt finden, solange ihr diese durch euer Smartphone betrachtet. Die Realität wird Teil eures Spielerlebnisses und die virtuelle und die reale Welt verschmelzen.

 

Augmented Reality, GPS, HUD wie geht das denn jetzt genau?

Damit das Ganze problemlos funktioniert, muss Chris als Programmierer vorher einiges tun. Die App braucht Informationen zur GPS-Position, dem Kamerabild und der Rotation des Smartphones. Mit diesen Informationen, die mittlerweile fast alle Handys liefern können, werden zwei Kameras kalibriert: die reale Smartphone-Kamera, welche die Umgebung aufnimmt, und eine virtuelle Kamera, die in der Spiele-Engine Unity die digitale Welt abbildet.

Wenn die Bewegungen dieser beiden Kameras synchronisiert sind, ihr also mit dem Bewegen der Handykamera auch die virtuelle Kamera bewegt, muss noch die Position der Illusion in eurem Umfeld bestimmt werden. Das geschieht durch die Ermittlung eurer aktuellen Position und der Feststellung der für die Illusion vorgesehenen Position im virtuellen Raum. Beide Standpunkte werden über GPS erhoben und an die App weiter gegeben.

Im finalen Schritt werden diese Informationen verknüpft, wodurch sich eine Entfernung und eine Richtung ergeben, in der die Illusion zu finden ist. Daraus lässt sich ein Vektor konstruieren, der zu den Spielerkoordinaten addiert wird und somit die Position der Illusion im virtuellen Raum bestimmt. Und schon ist die Augmented Reality-Ansicht implementiert.

 

Regel 3: Von der Wiege bis zur Bare, Kommentare, Kommentare

Klingt kompliziert? Dabei nimmt dieser Vorgang nur knapp sieben Zeilen im Code ein. Werft doch einfach selbst einmal einen Blick in Chris’ Teil der Matrix:

Ein Auszug aus dem Code von Eosis, der die Implementierung des Augmented Reality-Modus beschreibt

So sieht die Implementierung des Augmented Reality-Modus’ im Code aus

Ganz wichtig, damit man in all dem Code nicht verloren geht, sind übrigens die Kommentare: Ein gut kommentierter Code ermöglicht es auch anderen Programmierern, einfach ins Projekt einzusteigen und bewahrt das Projekt davor, im Chaos zu versinken. #indiedev #programming #rule003

 

So viel zu erzählen und so wenig Zeit

Was ihr heute gesehen habt, ist trotz allem nur ein kleiner Einblick in das Game Development unseres Projektes. Es gibt noch viel mehr zu erzählen, zum Beispiel über Sensoren, Datenbanken, Netzwerkarchitektur die Liste ist fast endlos. Für den Moment belassen wir es erst einmal dabei. Ihr könnt euch aber sicher sein, dass Chris bestimmt noch einmal einen Auftritt hier haben wird.

Also, wenn euch der erste Ausflug in die Welt des Game Programmings gefallen hat und ihr noch mehr sehen wollt, dann folgt uns doch einfach auf Facebook und Twitter oder abonniert unseren Newsletter (rechts oben). So werden wir euch weiterhin regelmäßig über Updates von Eosis und neue Einträge im Blog informieren.

In diesem Sinne: Wir sehen uns!

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