Das alte Jahr ist vorbei und 2016 hat hoffentlich bei euch einen fulminanten Start hingelegt. Mittlerweile sind sicher die meisten von euch wieder ausgenüchtert und auch das Team um Eosis: Raiders of Dawn hat den Neujahrs-Kater jetzt größtenteils hinter sich gelassen. Zeit also für den ersten Blogeintrag im neuen Jahr, in dem wir endlich erfahren, wie es mit unserem 2D Concept Art Pilzi weitergeht!

 

Felix, der Astronaut

Wo wir schon frisch ins neue Jahr starten, bleiben wir doch gleich beim Thema „frisch“: Denn was genau mit Pilzi passiert, zeigt uns heute unser 3D Artist Felix, der neueste Zugang zu unserem Team. Felix kommt quasi frisch (gut, was?) vom SAE Institut und bringt ein Diplom in Game Art und 3D Animation mit. Zwischenzeitlich hat er außerdem schon Galaxien jenseits der Unendlichkeit der Medienwelt erkundet.

Zum Glück ist Felix nun aber bei uns gelandet und kümmert sich um alles, was mit der magischen Abkürzung „3D“ zu tun hat. Was genau das umfasst, schauen wir uns heute ein bisschen an der Entwicklung des 3D Models von Pilzi an.

Die Nutzeroberfläche des Modeling-Tools mit einem Referenzbild von Pilzi, der hier im 3D Raum entstehen soll

Um sicherzustellen, dass Pilzi sich auch in 3D noch ähnlich sieht, wird als erstes eine Skizze als Referenz in die Szene geladen.

 

Think outside the box

Aller Anfang ist schwer? Nicht immer: Pilzis Ursprünge lassen sich auf eine einfache Box zurückführen. Aus der entsteht zunächst nur der Torso oder in Pilzis Fall der Pilzkopf. Arme, Beine oder andere Extremitäten kommen erst später dazu und werden oft separat modelliert und dann an das 3D Model “angeklebt”. Jeder 3D Artist hat dabei seine eigenen Methoden und Vorlieben, die er im Laufe seines Lebens immer weiter verbessert. Das ultimative Rezept fürs Modellieren gibt es also nicht.

Die Modellierung von Pilzi beginnt zunächst ganz simpel mit einem einfachen Würfel

Alles beginnt mit einer einfachen Box.

 

Gibt’s das auch in bunt?

Wenn die Ursprungs-Box „in Form gedrückt“ wurde und alle Extremitäten samt Gesicht dort sitzen, wo sie hingehören, kann man schon fast erahnen, dass es sich bei dem einst unförmigen Klumpen um unseren Pilzi handelt.

Das 3D Model von Pilzi ist schon fertig und entspricht dem Concept Art-Vorbild, allerdings fehlt noch die Farbe

Mittlerweile sieht Pilzi sich schon sehr ähnlich, er ist aber noch ein wenig blass um die Nasenspitze.

Um Pilzi anmalen zu können, muss Felix sich noch um das Unwrapping kümmern. Beim Unwrapping werden die Oberflächen des 3D Models auf eine 2D-Fläche abgewickelt. Dies geschieht mit Hilfe der UV-Koordinaten, welche dabei helfen, die Oberfläche in möglichst unverzerrter Form zurück aufs Papier zu bringen. So entsteht die UV-Map, die im Anschluss in nahezu jedem Bildbearbeitungsprogramm angemalt werden kann, ehe sie wieder auf das Modell „gebügelt“ wird und dem Objekt so seine Farbe und sein Aussehen verleiht.

 

Regel 5: Nicht zu viel, nicht zu wenig

Verschiedene Arten von Projekten haben verschiedene Anforderungen, das ist nichts Neues. Dementsprechend wichtig ist es aber auch, das im Hinterkopf zu behalten, wenn es um die Erstellung von 3D Models geht. Die können nämlich nicht nur zeitaufwändig sein, sondern auch sehr viel Geld und Rechenleistung verschlingen. Während für den neuesten AAA-Titel aufwendige Models, welche die Grenzen des Photorealismus ausreizen, erwartet werden, ist für eine App eine Low-Poly-Modell oft vollkommen ausreichend.

Es ist wichtig, immer das Endprodukt und die Plattform im Auge zu behalten – eine App ist schließlich ein Produkt fürs Smartphone und sollte dementsprechend schlank im Datenvolumen sein und vor allem flüssig laufen. Auf einem kleinen Display lassen sich zudem ohnehin nur wenige Details erkennen. Also: Genau festlegen, welchen Zweck die Models erfüllen sollen und sie außerdem den technischen Gegebenheiten anpassen. #indiedev #gameart #rule005

Die texturierte Diffuse Map in ihrer endgültigen Version

Da wir Pilzi für eine Anwendung auf dem Smartphone entwickeln, bekommt er nur die simple Diffuse Map, die ihr hier sehen könnt.

 

Ein Pilzi steht im Walde, ganz still und stumm

Nun ist unser Pilzi also schon fast am Ende seiner Reise angekommen: Das 3D Model an sich ist fertig und bunt ist es nun auch. Im Moment ist er aber ein wenig starr – so wird das nächste Duell mit einer anderen Illusion etwas schwierig. Zunächst einmal braucht unser Pilzi ein paar Knochen, damit er laufen lernen kann.

Das fertig texturierte Model von unserem Charakter Pilzi

Pilzi sieht jetzt schon sehr gut aus – leider kann er sich noch nicht bewegen. Aber auch darum kümmern wir uns noch.

Wenn ihr also dabei sein wollt, wie Pilzi in naher Zukunft seine ersten Schritte tut, dann verfolgt weiterhin unseren Blog. Abonniert uns dazu am besten auf Facebook und Twitter, damit ihr den denkwürdigen Moment auf keinen Fall verpasst. Und für alle gründungshungrigen unter euch gibt es nächste Woche endlich den angekündigten Blogeintrag zum Thema Startup und Förderung. Es bleibt also spannend – wir hoffen, ihr seid auch weiterhin mit dabei!

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